Kilimanjaro - ein Reisebericht

Safari und Heimreise

19.8.2005 – Lake Manyara National Park, Heimreise

Heute ist der letzte Tag unserer Reise. Das frühe Aufstehen führt dazu, daß wir bereits um acht Uhr im Lake Manyara National Park sind. Auf diese Art und Weise bleiben uns noch etwas mehr als zwei Stunden, bevor wir uns auf den Weg zurück nach Arusha und in weiterer Folge nach Nairobi machen.

Lake Manyara National Park ist mit nur knapp mehr als 300 Quadratkilometer Ausdehnung relativ klein. Im Gegensatz zum Tarangire National Park dominiert hier vor allem mit Buschwerk durchsetzter, dichter Wald, was das Sichten von Tieren deutlich erschwert. Wir sehen zunächst vor allem eine Menge Affen und ab und zu etwas Rotwild. Dann, nach vielleicht einer Viertelstunden hören wir aus dem Gebüsch den Machtkampf zweier Nilpferde. Unser Fahrer hält sofort an, wir sehen aber nur bewegte Blätter und, nachdem der Kampf vorbei ist, einen vagen grauen Schatten dort, wo sich das siegreiche Nilpferd niedergelassen hat. Kurz danach taucht ein Elefant auf einer Lichtung auf, Großwild ist also durchaus vorhanden.

In der Nähe des Sees ändert sich die Landschaft dann schlagartig: der Wald weicht einer ausgedehnten Sumpflandschaft in saftigem Grün. Zahlreiche Tiere weiden dort ruhig und ungestört: Gnus, Zebras, Büffel und vor allem Nilpferde. Wir sind leider etwas zu weit weg für gute Fotos. Der Sumpf läßt eine weitere Annäherung nicht mehr zu, wir können uns die Szenerie aber aus der Ferne ansehen. Danach ist unsere heute sehr knapp bemessene Zeit bereits aufgebraucht und wir machen uns auf den Rückweg. Doch ganz läßt uns die Tierwelt noch nicht los: am Eingang des Parks versuchen einige Affen eine Attacke auf die Besucher und kapern einen Jeep (wenn auch zum Glück keinen der unsrigen) auf der Suche nach offenen Lunchpaketen. Weiters tauchen außerhalb der Lodge völlig unvermutet vier Elefanten am Straßenrand auf. Das ist ein sehr seltenes Ereignis, die meisten Fahrer sind ebenso verunsichert, wie die Tiere, die unmittelbar vor uns die Straße überqueren.

Die weitere Rückfahrt verläuft ohne Zwischenfälle. Wir erreichen zunächst Arusha, holen dort unser restliches Gepäck ab und wechseln von den Jeeps in einen gemeinsamen Reisebus. Am Rückweg wird bei der Grenze noch ein Souvenirladen regelrecht ausgeplündert (sicherlich nicht zum Schaden der Betreiber), um 19:45 erreichen wir schlußendlich den Flughafen von Nairobi. Dort gibt es allerdings eine unangenehme Überraschung für mich: mein Flug wird in den Computern trotz erfolgreicher Rückbestätigung als storniert geführt, ich werde nur auf die Warteliste gesetzt und muß bis 30 Minuten vor Abflug um meinen Platz an Bord zittern, also insgesamt über drei Stunden lang. Die Maschine ist überbucht, sieben Passagiere müssen in Nairobi zurückbleiben, aber ich bekomme zum Glück gerade noch den letzten freien Platz. Bedingt durch den Nachtflug vergeht die Zeit wesentlich schneller, als in die andere Richtung, früh am Morgen erreichen wir Zürich, und gegen 10 am Vormittag bin ich wieder zu Hause in Wien.